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Mittwoch, 27. Oktober 2010

Monika Gossmann im Theater Taunusstein
























Monika Gossmann spielt Natalia Popova in "DER BÄR" von A.Tschechow
im Salon Theater Taunusstein.

SALON-THEATER Drei Einakter von Tschechow in Bleidenstadt zusammengefasst

Um es gleich zu sagen: Noch haben die Taunussteiner das neue Salon-Theater im Röderweg in Bleidenstadt offenbar nicht entdeckt, denn nur so ist zu verstehen, dass das kleine Privattheater von Viktoria und Felix Alexander bei der Premiere des neuen Stücks „Gib mir eine Pistole“ nur zur Hälfte besetzt war. Schade, denn all diejenigen, die nicht da waren, haben etwas verpasst.

Regisseurin Viktoria Alexander hat drei Einakter von Anton Tschechow zu einem unterhaltsamen Theaterabend zusammen gefasst. Die drei Stücke haben eines gemeinsam: Im Laufe des sehr menschlichen Miteinanders auf der runden Bühne hat einer der Protagonisten nur mehr einen Wunsch: „Gib mir eine Pistole“. Eine Forderung, deren blutige Konsequenz zum Glück nicht umgesetzt wird. Im Gegenteil: Das Publikum hat ganz schön zu lachen.

In „Der Bär“ hat eine junge Witwe (Monika Gossmann) beschlossen, sich nach dem Tod ihres Mannes in ihren vier Wänden ganz einfach zu begraben. Doch dann stört ein ungehobelter Kerl (Folke Paulsen), eben der „Bär“, ihre klösterliche Idylle und fordert die Rückzahlung alter Schulden. Es kommt, wie es kommen muss. Es droht ein Pistolen-Duell zwischen dem „trauernden Weiberrock mit Stimmung“ und dem ungebetenen Gast. Doch daraus wird schon bald ein ungewolltes Balzen mit glücklichem Ausgang, trotz der Pistolen in beider Hände.

In der „Tragödie wider Willen“ klagt ein Beamter (Hans-Peter Gastiger) seinem Freund, wieder der wunderbar wandelbare Folke Paulsen, sein „Hundeleben“ zwischen Bürojob, der langen Fahrt zur Arbeit und den vielen Anforderungen seiner Familie. In „Der Heiratsantrag“ wirbt Lomov, diesmal Folke Paulsen als Hypochonder, um die Hand von Natalja (Monika Gossmann), der Tochter des Nachbarn. Doch Debatten um eine unbedeutende Wiese und zwei alte Hunde führen zu solch einem hitzigen Streit, dass das junge Glück mehrfach ernsthaft in Gefahr ist.

Mit nur drei professionellen Schauspielern und einem minimalen Einsatz an Bühnenbild gelingt es, die von Tschechow so trefflich beschriebenen menschlichen Schwächen in einen zweistündigen Theaterabend zu packen. Nach lang anhaltendem Beifall wird das Publikum sichtlich gut gelaunt in die dunkle Nacht entlassen.

Von Matthias Gubo


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