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Dienstag, 2. März 2010

Maike Möller - Theater am 5. März 2010



Maike Möller spielt beim 100°Festival im Hebbel am Ufer

„LEONIDAS/Stahlgewitter“
-Ein kapitalismuskritisches Gesamtkunstwerk-

Regie: Sarah Bennani

Dramaturgie: Harald Harzheim
Choreographie: Maike Möller

Mit: Andrea Pani Laura, Leyla Özbeck , Maike Möller, Sarah Bennani, Stefan Düe

Als Friedrich Nietzsche den Begriff des Dionysischen wieder in die Kultur einführte, arbeitete er
auch besonders den Aspekt des kriegerischen, des Dionysischen heraus: Das Dasein als Kampf
gleich als dionysisches Dasein, also als „Leibhaftiger Dionysos“.
Auch Ernst Jünger, welcher stark beeinflusst von Nietzsche war, schildert den Krieg als
dionysisches Ereignis.
Auf dem Boden installierter roter Teppich, welcher gleichzeitig die Bühne markiert, an den Wänden
hängender (Stacheldraht und) weißer Stoff, darauf projizierte Textfetzen, Schriftzüge und
Zeichnungen, welche während des Gesamtkunstwerks entstehen, ausgewählte projizierte Szenen
aus dem Film „300“ (Zack Snyder), Textpassagen aus „Die Perser“ von Aischylos, und aus Ernst
Jüngers Frühwerk u.a. aus „Feuer und Blut“(1925), „In Stahlgewittern“(1920), fünf Akteure, ein
Akkordeon, eine Gitarre, Interaktion mit dem Publikum.
Wenn Krieg dionysisch ist und Theater aus dem Dionysos Kult entstanden ist, dann haben auch
Schauspieler und Soldaten etwas Gemeinsames. In der Antike z.B. tanzten die Choreuten in
strengen geometrischen Formationen, sangen synchron und standen dem tragisch-schrecklichen
Ereignis gegenüber. Diese soldatische Seite des Schauspielers, hat vor allem Einar Schleef bei
seinen Versuchen die antike Tragödie wieder zu beleben, hervor gehoben.
Wenn Soldaten und Schauspieler das Rauscherlebnis in Anbetracht des Schreckens teilen, ist es
vielleicht auch nicht weiter verwunderlich, dass die älteste überlieferte Tragödie „Die Perser“ von
Aischylos, ein Kriegs- und Soldatenstück ist. Lässt sich doch am Scheitern „Xerxes“ das Scheitern
am Lebenskampf gut illustrieren.
In unserer Arbeit montieren wir antike mit zeitgenössischen Texten und stellen diese im Geiste der
griechischen Tragödie dar, d.h. so wie damals der Daseinskampf im theatralischen
Gesamtkunstwerk verarbeitet wurde, das alle damals bekannten Kunstrichtungen miteinander
vereinte, so interpretieren auch wir unsere Textcollage mit allen zeitgenössischen Ausdrucksmitteln.
Außerdem, stellen wir einen inhaltlichen Bezug zum ältesten Tragödienhelden des abendländischen
Theaters „Xerxes“ her, indem wir Jüngers Texte, Ausschnitten aus dem Film „300“ gegenüber
stellen, die ihrerseits Maike Möller und Leyla Özbeck kommentieren, indem sie diese tänzerisch,
und kampfkunstakrobatisch miteinander verbinden. „300“, die gleichnamige Verfilmung des
Comicromans von Frank Miller, ist im Grunde ein Prolog zu den Persern von Aischylos, es wird
erzählt, wie erst Sparta die Schlacht gegen die Perser verliert, also, was vorher geschah und endet
dort, wo die Aischylos Tragödie beginnt.

Festival-Spieltermin: 05. März 2010 – 18 Uhr!

Wo: Hebbel am Ufer, HAU 2 – erster Stock Foyer

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